Die zweite Etappe für das Team BESSER FÜR UELZEN. Gestern war Premiere in Kirch- und Westerweyhe. Heute, am Sonntag, stand die nächste Teilstrecke meiner Sommertour per Fahrrad auf dem Programm.

Die 15-köpfige Gruppe traf sich um 14 Uhr am Fischerhof. Von hier aus ging es durch den Wald über die Nothmannstraße zum Hundertwasser-Bahnhof. Die Fahrräder im neuen Fahrradparkhaus abgestellt und auf zu den verborgenen Ecken unseres Kleinods!

Bahnhofs-Pionier Raimund Nowak begrüßt uns im Garten hinter dem Bahnhof. Viele von uns haben diese kleine grüne Oase zwischen den Gleisen noch nie bemerkt. Raimund Nowak kann wie kein Zweiter über die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft unseres Bahnhofs erzählen. Wir diskutieren mit ihm über die überregionale Vermarktung unseres berühmten Bauwerks, über die mögliche und sinnvolle Ausgestaltung einer Mobilitäts- und Tourismuszentrale am Bahnhof und über die Strahlkraft, die der ökologische „Geist“ Hundertwassers auf unsere Stadt haben kann. Dachbegrünung und Photovoltaik sind nicht nur auf dem Bahnhofsdach angesagt!

Mit Eis und Kaffee stärken wir uns im Cafe Lässig, dann schwingen wir uns wieder in den Sattel. Durch die Kleingartenanlagen fahren wir zum Wildgatter und dem angrenzenden Spielplatz. Mit den anderen Eltern kommen wir schnell ins Gespräch. Uelzen als Familienstadt, Schule, Kinderbetreuung und Freizeitmöglichkeiten für Familien – als Dreifachmutter kenne ich die Herausforderungen für Familien aus eigener Erfahrung und nächster Nähe. Damit renne ich hier offene Türen ein.

Rauf auf die Räder und rein in den Wald! Ganz im Süden grenzt der Stadtwald ans Feld. Landwirt Ernst von Estorff präsentiert uns Technik, die begeistert: auf 66 ha werden hier Kartoffeln und Weizen angebaut, darüber zieht ein fest installierter Kreisregner seine Bahn. Ernst erläutert uns die Technik: Aus einem zentralen Brunnen wird mit einer elektrischen Pumpe Wasser gefördert und verteilt sich als „Regen“ aus vielen Düsen gleichmäßig über die Fläche, während der Regner ganz langsam seine Kreisbahn zieht. Die Vorteile: weniger Arbeitsaufwand -der Kreisregner lässt sich bequem per Handy steuern und überwachen-, vor allem aber eine erhebliche Energie- und Wasserersparnis. Ein Musterbeispiel für ressourcenschonende Landwirtschaft.

Ich danke allen Radlerinnen und Radlern, die mit mir unterwegs waren. Mein ganz besonderer Dank geht an Raimund Nowak und Ernst von Estorff für ihre interessanten Vorträge!