So?

Menschen fahren aus vielerlei Gründen mit dem Auto in die Stadt. Weil sie von außerhalb kommen. Weil sie ohnehin gerade auf einer längeren Fahrt unterwegs sind und die Innenstadt als eine Station „auf dem Weg“ ansteuern. Weil sie in der Innenstadt wohnen. Weil es regnet. Weil sie viel zu transportieren haben. Weil sie nicht gut zu Fuß sind. Weil es einfach und bequem ist. Manche anscheinend auch, weil sie gesehen und gehört werden möchten.

Oder so?

Menschen wünschen sich aus vielerlei Gründen eine autofreie Innenstadt. Weil sie keinen Lärm ertragen und keine Abgase einatmen wollen. Weil sie angesichts der Raser um ihre Sicherheit fürchten. Weil sie wollen, dass sich ihre Kinder unbekümmert und frei bewegen können. Weil sie beim Aufenthalt im öffentlichen Raum und in den Außenflächen der Gastronomie Ruhe und Entspannung möchten. Weil Räume entstehen, die neu und anders als bisher genutzt werden können.

Entweder – oder?

Wie bringen wir diese Bedürfnisse zusammen? Bislang fehlten geeignete Konzepte. Einfach „nur“ die Straßen sperren? Das hieße, Interessen gegeneinander auszuspielen. Aufenthaltsqualität vs. Komfort: einige gewinnen, andere verlieren. Auf der Verliererseite stehen diejenigen, die eben nicht mal so eben auf Fahrrad, E-Bike oder Schusters Rappen umsteigen können.

Sowohl als auch!

Konsequenz: Wir brauchen eine komfortable Erschließung der Innenstadt, mit Parkmöglichkeiten im Randbereich und einem Elektroshuttle, der diese Parkflächen mit einer dichten Taktung bedient. Diese Alternative muss einfach, bequem und kostenlos sein – dann ist der Umstieg kein Zwang, sondern eine Chance. Für die ganze Stadt.